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Freitag, 10. August 2012, 18:54

Interview Benedikt Fernandez

Benedikt Fernandez über…

… seine Heimat


Ich bin in Bonn geboren. Meine Eltern leben dort nach wie vor. Seit vier Jahre bin ich Wahl-Kölner. Für mich einer der schönsten Wohnorte.

… seine Verbindung zu Spanien

Mein Vater kommt aus Asturien. Wir haben dort noch sehr viele Verwandte, die ich leider erst zweimal im Urlaub besuchen konnte. Zuletzt war das 2007. Wenn es Vereine im Ausland gibt, bei denen ich gerne spielen würde, wäre es entweder Real Oviedo oder Sporting Gijon. Beide sind in der Region Asturien beheimatet.

… seine Hobbies

Zu Hause in Köln definitiv unser kleiner Hund. Früher bin ich auch des Öfteren mit meinem Bruder und meinem Vater angeln gegangen. Das war immer super um den Kopf freizubekommen und einfach mal abzuschalten. Durch mein Wirtschaftsstudium bin ich auch sehr an der Tagespresse interessiert.

… seinen Wunsch Fußballer zu werden

Der Wunsch hat sich bei mir erst im Jahr vor dem Wechsel zu Bayer Leverkusen entwickelt. Das war mit 14 oder 15 Jahren. Zu dem Zeitpunkt spielte ich bei Tura Hennef erstmals leistungsbezogen in einer Sonderklasse. Damals habe ich gesehen, dass in die Richtung was gehen könnte und dann ist der Wunsch bzw. Wille gereift.

… sein erstes Bundesligaspiel

Daran kann ich mich natürlich noch gut zurückerinnern. Es war im Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Hans-Jörg Butt hatte die rote Karte gesehen und mein Einsatz kam daher unerwartet. Es war leider ein relativ undankbares Spiel. Ich wurde in der 28. Minute eingewechselt. Sotorios Kyrgiakos versenkte kurz vor dem Pausenpfiff einen Kopfball im Winkel und kurz vor dem Schlusspfiff erzielte Alex Meier ein Tor in die lange Ecke. Trotzdem haben wir noch 2:2 gespielt. Ein super Erlebnis.

… Hans-Jörg Butt und René Adler


Beide sehr gute Torhüter. Mit René verbindet mich dazu noch eine langjährige Freundschaft. Wir kamen im gleichen Jahr nach Leverkusen, standen uns aber nie im Weg, René hat immer einen Jahrgang über mir gespielt. Von Hans-Jörg Butt habe ich viel gelernt, insbesondere im mentalen Bereich. Er hat mir als jungen Torhüter immer gut zugesprochen und durch sein BWL-Studium haben wir uns auch auf der Ebene gut verstanden.

… seine bisherigen Trainer


Die Torwarttrainer Dieter Gans und Rüdiger Vollborn haben mich in meiner Spielweise geprägt. Allgemein fand ich Michael Skibbe einen sehr guten Trainer. Er war ein Typ, der die Mannschaft absolut im Griff hatte. Nicht zu vergessen natürlich Peter Herrmann. Er ist ein überragender Co-Trainer. Ich habe nie zuvor einen Menschen gesehen, der so besessen vom Fußball ist und sein ganzes Leben diesem Sport widmet. Hier beim FCS arbeiten wir Torhüter mit Heinz Böhmann zusammen. Er verfolgt ein anderes Prinzip des Torwartspiels, als ich es in Leverkusen kennen gelernt habe. Ich kann auch hier nochmal was dazulernen, nachdem ich zehn Jahre starr in eine andere Richtung trainiert habe.

… die gesamte Zeit bei Bayer Leverkusen

Insgesamt war es eine sehr schöne Zeit. Es gab Höhen und Tiefen. Der Start war recht schwer. Ich musste mich erst in einer Mannschaft mit schwierigem Charakter beweisen und durchsetzen. Nachdem das erste Jahr gemeistert war, ging es immer weiter bergauf. Ich habe mich immer weiter hochgearbeitet und bis in die erste Mannschaft gekämpft.

… das Probetraining bei Mainz 05

Das war eine super Sache, die relativ kurzfristig vereinbart wurde. Der Torwarttrainer Stephan Kuhnert, Heinz Müller und Christian Wetklo sind alles gute Typen, von denen ich nochmal was mitnehmen konnte. Das Engagement ist letztlich daran gescheitert, dass Mainz einen jüngeren Torhüter verpflichten wollte.

… die Zeit ohne Fußball

War eine relativ schwere Zeit. Zum Glück musste ich nicht ganz auf Fußball verzichten. Ich konnte durchweg bei der zweiten Mannschaft bei Bayer Leverkusen mittrainieren. Dort war ich aber auch oft im Feld unterwegs, da sie natürlich eigene Torhüter hatten. Ich habe mir die Einheiten dann aufgeteilt. Zwei, dreimal habe ich mit der Zweiten trainiert, zweimal im Kraftraum und einmal die Woche habe ich mit meinem besten Kumpel gespielt. Das Schlimmste für mich war, dass ich keinen geregelten Trainingsbetrieb hatte und das Gemeinschaftsgefühl, Bestandteil einer Mannschaft zu sein, dass ich elf Jahre gelebt hatte, hat extrem gefehlt.

… sein Studium

Ich habe VWL studiert, im Dezember 2011 meine Diplomarbeit abgegeben und bin jetzt diplomierter Volkswirt.

… den ersten Kontakt zum FCS

Zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt erfolgte der erste Kontakt. Meine Beratungsagentur hat mich informiert, dass der FCS Interesse an einer Verpflichtung hätte. Wenig später rief mich dann Jürgen Luginger an. Da er ganz in der Nähe von Köln wohnt, haben wir für den nächsten Tag ein Treffen vereinbart. Bei einem Kaffee haben wir ein paar Sachen besprochen und waren beide überzeugt von der Sache. Zwei Tage später wurde das Ganze beim zweiten Treffen fixiert.

… das Duell gegen Enver Marina

Ich würde es nicht direkt als Duell bezeichnen. Ich war ein Jahr vereinslos und hatte keinen geregelten Trainingsbetrieb. Ich bin jetzt glücklich wieder Teil einer Mannschaft zu sein und will gesund bleiben. Natürlich habe ich auch das Ziel zu spielen und hätte mir das in gewisser Weise auch verdient. Es besteht aber ein absolut fairer, kollegialer Konkurrenzkampf. Nicht vergessen sollte man auch Michael Müller, der nach seiner Verletzung wieder zurück ist. Es sind beides super Typen und wir kommen gut miteinander aus.

… seine Erwartungen für die kommende Saison


Ich bin ein Typ, der nicht mit kleinen Zielen zu locken ist, sondern immer versucht das Maximale rauszuholen. Deshalb würde ich am liebsten aufsteigen. Meine Vertragslaufzeit ist begrenzt und ich will die Zeit bestmöglich nutzen. Ich versuche meine Erfahrung weiterzugeben und will helfen, den größtmöglichen Erfolg rauszuholen.

… das DFB-Pokal-Spiel gegen Schalke 04

Im Pokal ist immer alles möglich, das habe ich auch in Leverkusen schon erlebt. Wir müssen versuchen lange ein Remis zu halten, dann wird Schalke irgendwann nervös. Sie sind natürlich Favorit, aber wir spielen im Ludwigspark und da ist eventuell eine Überraschung drin.

… seine weiteren Ziele als Spieler


Fußball ist meine Passion, meine Leidenschaft. Solange meine Knochen mithalten und ich genügend Qualität zeigen kann, um einer Mannschaft weiterzuhelfen, versuche ich solange wie möglich in dem Geschäft zu bleiben. Es heißt also gesund bleiben und wenn sich mir die Chance bietet zu spielen, will ich diese auch nutzen. Deshalb ist es wichtig in jedem Training Vollgas zu geben, um im richtigen Moment da zu sein. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen Spieler. Wir müssen brennen, um unsere Ziele zu erreichen.

Diskussion: Benedikt Fernandez [23]
Ich bin Realist, es ist halt so! ;)

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