Interview Andreas Brehme

  • Weltmeister 1990 und ebenfalls ein ehemaliger Spieler des FCS. Im Kurzinterview mit unserem Forum spricht Andreas Brehme neben den Blau-Schwarzen auch über den Fast-Wechsel zum FC Barcelona und Giovanni Trapattoni.


    Herr Brehme, 1990 entschieden Sie mit Ihrem Elfmetertor das WM-Finale. Welche Erinnerungen haben Sie noch an den Moment kurz vor dem Schuss und nach dem Abpfiff?

    Andreas Brehme: Beim Elfmeter selbst ging es nur darum, konzentriert zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen. Nach dem Schlusspfiff waren wir alle im Glücksrausch, denn unsere Kindheitsträume gingen an diesem Abend in Erfüllung!


    Sie kommen aus Barmbek-Uhlenhorst, spielten aber nie für den HSV. Wieso kam der Wechsel nie zustande?

    AB: Es gab ein Angebot vom HSV, allerdings vorerst nur für die zweite Mannschaft in der Regionalliga.


    Ihre erste Station im Profifußball war der 1. FC Saarbrücken. Wie kam der Wechsel zur Saison 1980/81 zustande?

    AB: Felix Magath hat dann den Kontakt zum FCS hergestellt und somit habe ich meinen ersten Profivertrag in Saarbrücken unterschrieben.


    Vom FCS ging es zum großen Rivalen nach Kaiserslautern, wo Sie insgesamt den Großteil Ihrer Karriere verbrachten und den Sie später auch in der Bundesliga als Nachfolger von Otto Rehhagel trainierten. Wie würden Sie die Zeit in Lautern zusammenfassen?

    AB: In Lautern habe ich ja nahezu alles erlebt, was es im Fußball gibt. Ab- und Aufstieg, Pokalsieg und Meisterschaft. Dazu einige herausragende Trainer und Mitspieler und natürlich eine besondere Fankultur auf dem Betzenberg.


    Unter anderem Deutscher Meister mit Bayern und Kaiserslautern, Italienischer Meister mit Inter Mailand. Welcher Ihrer Titel ist Ihnen im Vereinsfußball am meisten wert und wieso?

    AB: Alle Titel sind für mich wertvoll gewesen. Mit Bayern war es die erste deutsche Meisterschaft, bei Inter wurden wir Meister nach 13 Jahren Durststrecke und der Titel mit Kaiserslautern in meiner Heimatstadt Hamburg war das gute Ende einer verrückten Achterbahnfahrt mit Abstieg, Pokalsieg, Wiederaufstieg und Meisterschaft.


    Als der FCS in der Saison 1992/93 das letzte Mal in der Bundesliga spielte waren Sie in Spanien bei Real Saragossa tätig. Wie haben Sie dieses Jahr dort verbracht?

    AB: Ursprünglich hatte ich einen Vertrag mit dem FC Barcelona, der aber den dritten Ausländerplatz nicht freibekommen hat. So ging es nach Saragossa, das damals ein Spitzenteam war. Am Ende bin ich allerdings nach einem Jahr zurück nach Kaiserslautern gewechselt. Der Plan war, noch ein Jahr dort zu spielen.


    Sie waren ebenso Trainer von der SpVgg Unterhaching und danach Co-Trainer unter Giovanni Trapattoni beim VfB Stuttgart. Wie haben Sie speziell die Zeit als Mitarbeiter von Trapattoni noch vor Augen?

    AB: Trapattoni ist für mich einer der großen Trainer unseres Sports und es war sehr lehrreich sein Co-Trainer zu sein. Ich kannte ihn ja aus meiner aktiven Zeit in Mailand. Wir haben noch heute regelmäßig Kontakt.


    Nochmals zurück zum FCS, verfolgen Sie den Weg Ihres ehemaligen Vereins noch und wenn ja, wie haben Sie aus der Ferne die letzten Jahre des Klubs erlebt?

    AB: Natürlich hängt mein Herz immer noch am FCS, den ersten Profiverein vergisst man nie und ich folge dem Team intensiv. Für die Zukunft wünsche ich natürlich nur das Beste!


    Was machen Sie aktuell, an welchen Projekten arbeiten Sie und was wünschen Sie sich für die Zukunft?

    AB: Ich bin aktiver Gesellschafter an drei Unternehmen und arbeite dazu als Markenbotschafter und Experte im Fussballbusiness auf der ganzen Welt. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben und möchte eigentlich gar nichts daran ändern.


    Vielen Dank für das Interview! Und wer Andi Brehme folgen will, der kann dies gerne über Instagram tun (@andibrehme).

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