Noch läuft die Runde, ab August wird die NLZ-Liga jedoch in ihre nächste, die dritte, Saison gehen. Seit ihrer Einführung ist sie die Heimat der U19 des FCS. Unabhängig vom sportlichen Abschneiden ist man für diese höchste Spielklasse im deutschen Nachwuchsfußball qualifiziert, ein Abstieg ist nicht möglich. Ob sich die Reform für den FCS-Nachwuchs auf langfristige Sicht als Vorteil erweist muss abgewartet werden. Man hat die Garantie sich über die komplette Saison mit anderen Nachwuchsleistungszentren zu messen und auch absolute Schwergewichte des Jugendfußballes als Gegner zu bekommen. "Unterforderung" mit dem ein oder anderen Kantersieg gegen Abstiegskandidaten aus der Regionalliga Südwest wie in der Vergangenheit gibt es nicht mehr. In der Theorie der Reform kann sich die Arbeit des FCS nun vollends auf die Ausbildung der Spieler konzentrieren, dem kompletten Spieltagskader angesichts von sieben (sechs Feldspieler und Torwart) erlaubten Wechsel mit Spielpraxis versorgen. In der Realität ist dieses Vorgehen eher selten.
Sportlich gehört man erwartungsgemäß zu den schwächeren Leistungszentren des Landes, hat bisher immer die Saison in der B-Liga abgeschlossen. Man ist also Außenseiter, aber in vielen Spielen nicht komplett chancenlos und hat sich dem Niveau der Gegner durchaus angepasst. Aktuell ist man so Sechster und Vorletzter in der eigenen Gruppe. In den kommenden Jahren muss man weiter versuchen die Lücke zu anderen NLZs zu verkleinern. Mit einer U16 als hoffentlich festes Mitglied der Regionalliga Südwest und der U17 mit Erfahrungen in einer NLZ-Liga hat man die Voraussetzungen dafür. Trotzdem wird man ein kleines NLZ bleiben. Das endgültige Teilnehmerfeld ist noch offen.
Seit der Reform im Jugendfußball hat der FCS ein neues, altes Problem bekommen. In der NLZ-Liga ist wie zuvor in den U-Bundesligen die Austragung der Pflichtspiele auf einem Naturrasenplatz die Pflicht, nur bei Schlechtwetter darf auf Kunstrasen ausgewichen werden. Die Infrastruktur im FC-Sportfeld gibt diese zusätzliche Belastung jedoch nicht her, dazu kommen unvermeidliche Terminkollisionen. Aufgrund dieser Thematik werden Spiele im Nachwuchsbereich immer mal wieder auch auf den Plätzen in Quierschied ausgetragen. Eine bessere Lösung gibt es nicht. Man hat nur die beiden komplett überbeanspruchten Naturrasenplätze, ein Ausweichen in den Ludwigspark für Spiele ist zu kostspielig und ein dauerhafter Umzug einer Jugendmannschaft nach Quierschied entweder nicht gewollt oder nicht umsetzbar.
Der Spielmodus der NLZ-Liga wird auch in der Spielzeit 2026/27 wieder in zwei Phasen unterteilt werden
1.) In der Vorrunde werden Gruppen mit maximal acht Teams gebildet, die Begegnungen finden in Hin- und Rückspiel statt. Im Normalfall hat man also 14 Spiele. 24 Mannschaften (je nach Platzierung in der Gruppe) qualifizieren sich für die Liga A, alle weiteren Teams gehen in die Liga B. Die Gruppen werden durch eine Auslosung gebildet. Die drei Lostöpfe in der Vorrunde werden dabei nach regionalen Gesichtspunkten, gleichzeitig zum Teil aber auch aus sportlichen Gesichtspunkten gebildet. Pro Gruppe sind maximal zwei Amateurvereine möglich. Grundlage für die sportliche Einordnung ist eine Fünfjahreswertung der Junioren-Bundesligen beziehungsweise der NLZ-Liga. Platz 1 - 15 landen in Lostopf 1, Platz 16 bis 30 in Lostopf 2 und alle weiteren Teams ab Platz 31 in Lostopf drei. Die Tabellen und die Berechnung sind nicht öffentlich, der FCS wird sehr sicher im dritten Lostopf unterwegs sein.
2.) In der Hauptrunde spielt die Liga A mit vier Gruppen á sechs Teams. Nach den zehn Spieltagen gehen die besten Vier Teams jeder Gruppe ins Achtelfinale und spielen in einer einfachen KO-Runde den deutschen Meister aus. In Liga B kommen zu den Teams aus der Vorrunde noch die elf besten Teams aus den zweiten Spielklassen (Erstplatzierten nach der Hinrunde der Regionalliga Nord und Regionalliga Nordost, der Bayernliga, der Oberliga Baden-Württemberg, der Regionalliga Südwest, der Hessenliga, der Niederrheinliga, der Mittelrheinliga und der Westfalenliga sowie die Zweitplatzierten der Regionalligen Nord und Nordost) hinzu und es werden Gruppen mit bis zu acht Teams gebildet, wieder wird in Hin- und Rückrunde gespielt. In dieser Runde werden auch 18 Plätze für den DFB-Pokal der U19 ausgespielt. Die Gruppen werden nach (über-) regionalen Gesichtspunkten gebildet, Paarungen aus der Vorrunde sollen möglichst vermieden werden. Absteiger gibt es für Teams mit NLZ nicht.