Beiträge von Mladen Bartolovic

    Nee, gestern haben es hauptsächlich die Spieler verbockt, siehe Zweikampfverhalten bei den Gegentoren.

    Dachte ich bis vorhin auch. Dann habe ich mir (als Masochist) bei Magenta die Aufzeichnung nochmals fast ganz angeschaut und bin mir sicher, dass die Spieler samt und sonders nach spätestens 70 Min. keine Körner mehr hatten. Ganz deutlich wurde es in den letzten 4 Minuten, als die KL-Spieler an der Außenlinie in Nähe des SB Strafraumes den Ball sich über 3m im Kreis zuschieben konnten wie im Training und die Saarbrücker nur noch dabei standen und zuguckten. S i e k o n n t e n n i c h t m e h r ! Stehend K.O., obwohl Lautern deutlich mehr gelaufen war. Das Kwasnioksche System, das eine Zeit lang gut ging, schlägt nun den Spielern voll auf die Schnauze. Wenn man den früh erreichten Nichtabstieg als einziges Erfolgs-Kriterium ansieht, hat der Trainer alles richtig gemacht.

    Wenn man aber den Trend und die Entwicklung analysiert, kommt man zu einem anderen Ergebnis.

    Der neue Trainer muss auf jeden Fall eines ändern: Die Taktik


    Die einzelnen Mannschaftsteile stehen v i e l zu weit auseinander. Das bedeutet, dass du in Spielen gegen Teams, die eng beieinander stehen, in Ballnähe stets in der Unterzahl bist. Du verlierst den Ball und musst dem Gegenspieler hinterherhecheln. Das kostet auf Dauer den einzelnen Spielern mehr Kraft, als wenn die komplette Mannschaft gemeinsam eng verteidigt und angreift. Kondition, Körner, Konzentration werden unnütz vergeudet.


    Der FCS konnte diese Kraftvergeudung eine gewisse Zeit zu Beginn der Saison kompensieren mit den entsprechenden Erfolgen, jetzt gegen Ende der Spielzeit ist der Akku endgültig leer und wird sich auch nicht mehr aufladen. Schade. Entweder hat L.K. das nicht erkannt oder er hat es erkannt aber unterschätzt.

    Immer wieder interessant: Jene, die im Vorfeld mit am meisten davon gesprochen haben wie wenig Druck der FCS doch in Kaiserslautern habe, sind nach dem Spiel jene, die mit am Lautesten sind.

    Weil es um so enttäuschender ist, solch eine Einstellung geboten zu bekommen von einem Team, das ohne "negativen" Druck des Gewinnenmüssens, sondern nur mit einer durch die Derbysituation entfachten positiven Spannung zeigen kann, was es "drauf hat". Also die besten Voraussetzungen hat.


    Nebenbei bemerkt war auch deine Zusammenfassung des Spiels mit Analyse alles andere als euphorisch, was die gezeigte Leistung anbelangt.

    Jeder gute Trainer + Fußballexperte wird auf die Feststellung, dass eine Mannschaft in der Vergangenheit gute Leistungen bot, antworten, dass das "Schnee von gestern" ist. So auch beim FCS. Die schon seit geraumer Zeit gebotenen Leistungen unterscheiden sich kaum von denen der Teams, die am Ende der Tabelle stehen. Ich habe immer den Trend im Auge, und der Trend beim FCS - nicht unbedingt nur bei der Punktausbeute - zeigt rasant nach unten.


    Hand aufs Herz: Wann haben wir das letzte mal eine insgesamt überzeugende Leistung der Mannschaft über weite Strecken eines Spiels gesehen?

    Meine Antwort: Beim 3 : 1 Auswärtserfolg in Verl. Das war´s. Danach bestenfalls noch sporadisch gute Leistungen über max. 25 Minuten.

    Das bereitet mir Sorge. Zuversichtlich macht mich die Trainerentscheidung Koschinat und die Tatsache, dass er genügend Zeit hat, die Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Von der restlichen Saison erwarte ich rein nichts mehr. Auf die neue Spielzeit freue ich mich.

    Aber auch so begehrte "Hochkaräter" wie z. B. Barylla werden immer schwächer. Auch er auf seiner Außenposition in den letzten Spielen oft zu weit weg vom Gegenspieler. Scheint auch nicht mehr ganz bei der Sache zu sein. Gouras ist bereits nach dem Aufwärmen erschöpft. Sebi hängt in den Seilen und hat eine Körperspannung wie ein ausgeleiertes Haushaltsgummi. Von ihm kommt fast gar nichts mehr. Spieler körperlich nicht geeignet oder Trainer schuld?

    Herr Koschinat übernehmen Sie - am besten sofort

    Da wäre ich vorsichtig. Zwar bin auch ich der Meinung, dass L. K. der Mannschaft emotional nicht mehr glaubwürdig etwas mitgeben kann, aber den Nachfolger in dieser Phase der Saison schon zu bringen, wo - nach meiner Meinung - nicht mehr viel gehen wird, hätte das Zeug, den neuen Trainer schon halb "zu beschädigen". Nein, Uwe Koschinat soll nach dem finalen Saisonspiel übernehmen.

    Gründe für die heute dargebotene Leistung:


    1. Einige Spieler sind offensichtlich in Gedanken schon weg, weil sie sich insgeheim mit neuen Vereinen einig sind, andere ahnen bereits, dass man nicht mehr mit ihnen planen wird.


    2. Völlig falsche Taktik von L. K., die Lauterer "kommen zu lassen", statt kompakt zu pressen


    3. zu viele Spieler sind "platt", völlig fertig, mit den Körnern am Ende


    Ich befürchte, dass wegen dieser Konstellation auch die letzten Spiele keine spürbare Besserung bringen werden. Vielleicht kann J G-S nochmal für Belebung sorgen. Für das Spiel gegen Waldhof (kleines Derby) am Mittwoch ist mir schon jetzt Angst und Bange.

    Theoretisch ja, aber dieses Derby besitzt schon ne hohe Brisanz. Möchte mir nicht ausmalen was in den social Medien und bei den Fans los ist wenn der FCK gewinnt. Also so ganz ohne Druck und Nervosität wird's bei uns auch nicht zugehen, zumal auch Platz 4 immer noch das Ziel ist.

    Aber mal ganz ehrlich: Das ist doch ein "Luxusdruck". Die FCS-Spieler sind doch keine Freizeitkicker, die nur aus Jux und Tollerei bolzen. Außerdem sagt jeder Spitzensportler, dass ein wenig Anspannung zur Höchstleistung unerlässlich ist.

    aber die Zeile mit dem Meer und der ... Verein hinterher ist politisch nicht korrekt

    das Meer ist genug verunreinigt

    Hängt solche und ähnliche "Schmankerl" an die Kabinentür der FCK-Spieler, und die brauchen dann keinerlei zusätzliche Motivation mehr.

    Ja genau für die müsste in der Regio Schluss sein und dürften nicht mehr aufstiegsberechtigt sein.

    Ich habe eine differenziertere Meinung dazu.


    Ich mag sie nicht, weil sie bei den eigenen Fans keine Rolle spielen und "unter ferner liefen" rangieren. D. h., gewinnst du gegen sie, bekommt das dort keiner mit, verlierst du aber, ist die Häme groß (Lautermgesamg vor einigen Jahren: "Unsere Zweite ist für euch zu stark").


    Aber: Gerade die Nachwuchsmannschaften der Bundesligisten sind ein echter Gradmesser wie stark deine "Traditionsmannschaft" in Wirklichkeit ist.


    Wie oft habe ich in der RL erleben müssen, dass unser FCS mit seinen "gestandenen Profis" von 18 und 19-jährigen Bubis der Zweitvertretungen vor riesige Probleme gestellt wurde. Oft spielerisch und läuferisch besser. Da buhlte der FCS um neue Profispieler, die angeblich noch mehrere andere Optionen hatten, und die wurden dann im blauschwarzen Dress von diesen blutjungen "No-Names" mehr als einmal vorgeführt.


    Also rein sportlich darf man eigentlich gar nicht meckern, wenn Dortmund II einige Punkte vor RW Essen steht, oder Freiburg II vor dem OFC. Die Tabelle lügt nicht!

    Jedenfalls eins könnte ich am Samstag nicht verstehen: Wenn die Spieler des FCS "verkrampfen" würden. Es gibt hierfür absolut keinen Grund. Der Abstieg ist längst kein Thema mehr, der Aufstieg auch nicht, den DFB-Pokal erreicht man auch gegen HOM und Holzer. Also was soll´s?


    Das ist doch die einmalige Gelegenheit, den 500.000 Lauternfans zu zeigen, was der 1. FCS kann. Da gibt es kein Alibi mehr.

    Ich hatte nicht beabsichtigt, in diesem Thread eine Trainerdiskussion zu starten. Ich sehe nur den Umstand, dass sich die Unklarheit in dieser Personalie dem Anschein nach hemmend auf die Kaderplanung für die nächste Saison auswirken kann.

    Ich begreife dieses Zögern und Zaudern auch nicht. Bei anderen Vereinen (Magdeburg, Viktoria Köln) geht das ratzfatz in ein paar Tagen, und sie haben es bislang nicht bereut. Du kannst lavieren und abwägen wie du willst. Am Ende ist bei jeder Trainerentscheidung ein großer Unsicherheitsfaktor vorhanden.

    Und wartet der FCS zu lange, geht es ihm wie der Regierung mit den Impfdosen. Irgendwann sind die besten weg.

    man könnte es dann so interpretieren das der Trainer aus einer "billigen" Mannschaft mehr rausgeholt hat

    Vielleicht könnte auch ein L.K. mit einem von Sportdirektor Boris Notzon trotz hohem finanziellem Aufwand falsch und unpassend zusammengestellten Kader nicht mehr rausholen. Oder vielleicht doch. Ich stelle nur fest, daß es unserem Trainer nicht gelingen will, einigen Stammspielern die teilweise pomadige, fahrige und toxisch leichtsinnige Spielweise auszutreiben. Es ist ihm nicht gelungen, dass die Spieler ihre zweifelsohne vorhandene Qualität nüchtern, humorlos und ohne "Brotlose Kunst" Aktionen 90 Min. seriös auf den Platz bringen.