Beiträge von Mladen Bartolovic

    zum Köln-Spiel: Wenn man am Freitag gegen dieses Team der Viktoria nicht gewinnt, dann frage ich mich, gegen welchen Gegner man überhaupt noch gewinnen will. Ich habe mir das Spiel der Kölner beim Tabellenletzten gestern über die vollen 90 Minuten angetan. Viktoria brachte es fertig, während der kompletten Spieldauer keine einzige Chance zu erspielen, die auch nur im Entferntesten die Bezeichnung "Torchance" verdient gehabt hätte. Ein Schuss von Otto aus der zweiten Reihe 7 m am Tor vorbei in der Nachspielzeit war alles.

    Speziell zum FCS und der Kritik an den Abwehrspielern: wenn man sich die Mannschaften oben in der Tabelle anschaut mit den wenigen Gegentoren, dann fällt auf, dass bei denen im Vgl. zu uns nur die Hälfte der Angriffe der Gegner überhaupt im 16-er aufschlagen. I. d. R. werden die gegnerischen Angriffe bereits in Höhe der Mittellinie abgefangen und tot gemacht. So können die Abwehrketten dieser Teams auch gut aussehen. Ich bin mir nicht sicher, warum das diesen Teams gelingt. Liegt es an der taktischen Ausrichtung oder an den Einzelspielern? Fakt ist, dass wir dem Gegner viel zu oft jede Menge grüne Wiese im MF überlassen, auch wenn sich Sontheimer und Zeitz die Lunge aus dem Laib rennen. Für mich stehen die Mannschaftsteile einfach zu weit auseinander. Da kann nicht die erforderliche Kompaktheit entstehen.

    Zu den Stürmern: Brünker: Leistungsstreben sehr gut, Fertigkeit mangelhaft. Patrick Schmitdt: noch schlimmer. Baumann und Wollschläger: Leistungsvermögen nicht messbar.

    Ich würde mal Groune vorne reinstellen. Ist wendig, schnell, gute Technik und kann schießen.

    Schlechter als die anderen kann er gar nicht sein!

    Ich sehe es so:

    Sollte Neudecker im neuen Jahr rasch seine Normalform finden und kehren Sontheimer und Vasiliadis gesund und fit auf den Platz zurück und sind in der Lage, bis zum Ende der Saison ohne weitere Verletzungen zu agieren, dann sind das gefühlte 3 hochwertige Neuzugänge. Wenn dann der Rest der Mannschaft so weiter macht wie zuletzt, sind wir immer in der Lage 2 Teams hinter uns zu lassen (Aachen, Ulm, Aue, Ingolstadt). Havelse und Schweinfurt sind für mich schon so gut wie abgestiegen bei dem Punktestand.

    Man Leute, ich vermute jeder kann es einordnen. Dennoch ein 9:0 gelingt nicht jedem gegen einen Sechstligisten im Pokal. das ist doch jetzt was positives und was gibts denn da noch zu meckern? Ja, 1860 ist natürlich was ganz anderes, aber warum nicht mal das Positive mitnehmen? Man stelle sich vor es wäre ein Gegurke geworden oder noch schlimmer. Man sah die Mannschaft wollte, mit dem ein oder anderen schönen Spielzug und sie haben im Saarlandpokal geliefert. Nicht mehr und nicht weniger, aber auf keinen Fall weniger.

    Groune hat mich wieder überrascht, er ist kein Wunderkind aber was auffällig ist, er macht Tore ohne Ende. Das 1. muss man auch erst einmal so akrobatisch machen, aber das 2. war technisch mindestens Drittklassisch. Er war auf jeden Fall ein belebendes Element auf Rechts. Und wie schon geschrieben, würde ihn gerne mal in einem Drittligaspiel sehen, um richtig urteilen zu können.

    Den ganzen geschmeidigen Bewegungsablauf, (Ballannahme, Verarbeitung und Abschluss) suche ich bei den meisten "etablierten" FCS-Spielern vergeblich. Auch Groune´s Flanken vor das Tor waren besser als das, was man sonst so gewöhnt ist (Multhaup, Rizzuto....), bei denen die Flanken gerne des Öfteren an der gegenüberliegenden Eckfahne bzw. hinter dem gegnerischen Tor landen. Bei Groune kamen sie genau an die Linie vom 5-Meter Raum.

    Was ist da für ein großes Risiko dabei, den Jungen mal für 20 Minuten in der 3. Liga zu bringen? Aber beim FCS würde man noch zögern, einen El Mala aufzustellen, weil der Einsatz einen 19-Jährigen schon extrem riskant ist. Dann lieber doch einen Neudecker, der auf dem Platz rumsteht wie ein Alien aus einer fernen Galaxie, der offenbar nur eines im Sinn hat: "nach Hause, ich will nach Hause."

    Irgendwas stimmt mit der Mannschaft nicht. Egal wo sich der Ball befindet, immer ist der Gegner in Überzahl. Manchmal 3 zu 1. Vor allem im Mittelfeld. Auch die Boxbesetzung ist bei eigenem Angriff meist unzureichend. Auch weil die Spieler von hinten nicht nachrücken. So langsam habe ich den Eindruck, dass das nicht allein am Trainer liegt. Die Spieler wollen einfach nicht die km fressen, wie die der anderen Teams. Fußball ist vor allem ein Laufsport.

    Jetzt sieht man so richtig, was der Spieler Patrick Sontheimer für einen Wert darstellt. und was dessen Ausfall bedeutet. Rabihic, Kamara und vor allem Krahn können Sonti das Wasser nicht reichen!

    Wir haben einen starken Kader, aber leider keinen Trainer, sondern nur einen Placebo

    Da bin ich mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher. Die Top-Spieler kicken für andere Vereine. Es kommt dabei außer auf die Beine auch auf die Mentalität an.

    Wenn ich sehe, wie ein Krahn im Jogging-Modus völlig unsinnig hin- und her läuft und alles dafür tut, möglichst weit vom Ball und vom Zweikampf entfernt zu bleiben, die meisten nicht in der Lage sind, einen sauberen Pass über 8 m zu spielen und Distanzschüsse - wenn sich überhaupt mal jemand traut - aus 18 m Entfernung 10 m neben das Tor fliegen, dann frage ich mich, was die Kriterien für "einen starken Kader" sein sollen.

    Der wichtigste Fakt: wann präsentieren die Leute, die das bisherige Präsidium (samt Hauptsponsor und Mäzen) abgewählt haben, endlich die Namen, die die Millionen Euro für die nächsten Saison garantieren werden? Das kann nicht Aufgabe irgendwelcher Vereinsangestellten sein. Wenn ich als Spieler nicht weiß, ob mein Verein künftig mein Gehalt zahlen kann, werde ich schon nervös. Schaut euch doch mal die Gelbwesten vor den Werkshallen an, die mit Trillerpfeifen und Gewerkschaftsvertretern lautstark protestieren. Also ich habe kein besonders gutes Gefühl.

    Hier wird über einzelne Spieler diskutiert. Ist zwar erlaubt, aber trifft nicht den Kern des Problems. Der liegt nämlich in der Art der Spielweise. Ich habe jetzt alle Teams der Dritten Liga über 90 Minuten gesehen, teilweise mehrfach. Und für mich steht fest: um aufzusteigen muss der FCS - ähnlich wie Duisburg und Cottbus - konsequentes Angriffspressing spielen. Energie zieht sich nach Ballverlust im gegnerischen Strafraum oft gar nicht zurück, sondern die bleiben mit einem halben Dutzend Spielern vorne stehen und laufen die gegnerischen Abwehrspieler an. Ganz oft ist dann erneuter Ballgewinn die Folge. Das ist z. Zt. der Standard für Erfolge in der entsprechenden Liga. Diese Spielweise wird sich auch im Verlauf der Saison durchsetzen (bzgl. Aufstieg).

    Nur: kann die FCS-Mannschaft das? Ist für mich die große Frage. Wenn ich höre, dass die Saarbrücker Mannschaft die geringste Laufleistung der Liga hat, kommen bei mir Zweifel auf. Denn das permanente Pressing und Anlaufen des Gegners kostet Körner. Selbst bei der bislang praktizierten Spielweise, sehe ich so ab der 75. Minute bei uns so gut wie keine tiefen Läufe mehr. Ich kann mir denken warum. Ist kein Problem einzelner Spieler, sondern betrifft einen großen Teil des Kaders.

    An der Personali Kwasniok konnte man sehen, was ein Trainer aus der vorhandenen individuellen Qualität der Mannschaft machen kann.

    Vielleicht hatte L.K. einen besseren Kader zur Verfügung als Schwartz. Ich glaube, dass die FCS Spieler überschätzt werden.

    Beispiel: Unter Kwasniok spielte hinten ein gewisser Marin Sverko, an dessen Qualität die heutigen IVs bei weitem nicht herankommen. Auch Zelle, wenn fit - und Uaferro konnten prima Spieleröffnung. Unsere aktuellen IVs sind passable "Ausputzer", die hohe Bälle abräumen können, aber nicht mehr.

    Spiel erinnerte mich an das Testspiel gegen Mainz 05. Da wurde die Abwehr auch schwindelig gespielt (Hollerbach). Das Problem bei unseren Abwehrrecken ist, dass sie im Kopf zu unbeweglich sind, wenn der Gegner schnell kombiniert und dann auch noch saubere Pässe spielt. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine neuer Trainer abstellen könnte. Ich würde mal Groune bringen. Es könnte eigentlich nur besser werden.

    Rabihic spielt die letzten Spiele Bombe! Allerdings war er gestern kurz nach der Halbzeit extrem platt. Einige Ballverluste aufgrund mangelnder Konzentration. Würde daher auch Civeja gegen Schweinfurt auf jeden Fall die Chance von Anfang an geben.

    Vielleicht nicht erst warten, bis Rabihic keine Körner mehr hat und Fehler macht, sondern schon vorher Civeja bringen. Was ist mit Multhaup? Wurde als Unterschiedsspieler geholt. Hat er immer noch Trainingsrückstand? Sollte man gegen Schweinfurt in der 70. Minute deutlich führen, könnte man auch mal Groune und/oder Kamara bringen, damit sie Spielpraxis erhalten. Man verpflichtet doch keine Spieler, die man am Ende nicht bringen kann. Bei anderen Vereinen läuft das teils anders. Beispiel VFL OS, Da steht der frisch verpflichtete MS Emil Holten direkt in der Startelf!!

    Ich würde gerne wieder Bretschneider für Schumacher sehen, auch wenn Till seine Sache gegen Aue gut gemacht hat. Und Baumann statt Brünker. Könnte mir vorstellen, dass Baumann nochmal ne Ecke ekliger zu verteidigen ist für die VfB "Bubis". Da wir eine englische Woche haben, müssen wir ja so oder so rotieren. Ich vermute aber die gleiche Aufstellung wie gegen Aue.

    Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt 2 Spieler namens Bretschneider. Einer, der bei Energie Cottbus spielte und der andere, der für den FCS kickt. Derjenige, der für den FCS spielen soll, scheint bislang noch nicht im Saarland und speziell in Saarbrücken angekommen zu sein. Anders kann ich mir den eklatanten Leistungsabfall nicht erklären. Bis jetzt noch überhaupt kein Mehrwert für den FCS. Seltsam!

    Baumann kommt mir korpulenter als je zuvor vor. Wirkt rein visuell völlig übergewichtig und nicht austrainiert. In dieser körperlichen Verfassung kein ernsthafter Konkurrent für Brünker.