Beiträge von Mladen Bartolovic

    Stärkere Spieler? Wir haben durchaus einen starken Kader, wenn die Spieler auf ihren angestammten Positionen eingesetzt werden.

    Aber, es gibt einige vakante Positionen, die nicht besetzt wurden, und das ist wohl das Hauptproblem.

    Es fehlt 1 gelernter LV + RV ( wann ist Ernst zurück, weiß das jemand?) als auch 2 schnelle Außenbahnspieler.

    Wir haben - Stand momentan - nur theoretisch einen starken Kader. Aber ist der stark genug, um aufzusteigen? Zu viele starke Spieler sind immer wieder verletzt, können nicht längerfristig am Mannschaftstraining teilnehmen, andere sind zwar nicht verletzt aber zu lange nicht in Bestform.

    Meine Analyse bzgl. der Aufsteiger in die 2. Liga der vergangenen Jahre:

    1. Man braucht einen Kader, der dafür garantiert, dass jeder der 11 Spieler, die gerade auf dem Platz stehen, bzgl. ihrer Position zu dem Besten zählt, was die Liga zu bieten hat. D. h., nicht jeder Spieler muss auf seiner Position der Allerbeste der Liga sein, jedoch viel bessere sollte es nicht geben.

    2. keine längeren Ausfälle von Leistungsträgern während der Saison (ein nur bedingt planbarer Punkt, weil auch Glück dabei ein Rolle spielt)

    3 .Nötige Ruhe im Verein und Umfeld (klar; 1. FCK ist die berühmte Ausnahme)

    4. Trainer, der so spielen lässt, wie es das Team am besten kann.


    Diese Zutaten braucht man, um einigermaßen sicher aufzusteigen.

    Da kommen wir ja unseren Wünschen schon mal ein wenig entgegen

    Klar muss man die guten Eindrücke gegen den Fünften der RL West relativieren, wenn es gegen Drittliga Topteams geht. Aber solange bei Düren die Kräfte noch da waren, hatten sie schon die Qualität wie die Drittligisten, die hinten in der Tabelle stehen. Und auch da fiel mir übel auf, dass bei Ballverlust Cuni oder Rabihic etc. in der Dürener Box so gut wie nie eine Rückeroberung des Spielgeräts stattfand, weil die MF Spieler alle wieder auf dem Rückzug waren. Gerade bei Ballverlusten in der Offensive, die ja immer vorkommen können, klaffen im FCS-MF teils riesige Löcher, in die die Umschaltspieler des Gegners problemlos und ohne nennenswerte Gegenwehr reinstoßen können. Für mich ist das der größte Mangel im FCS-Spiel.

    Das müsste das Trainerteam so schnell wie möglich abstellen, sonst bekommen wir immer wieder Gegentreffer wie zum 2:2 jüngst gegen WW.

    Rabihic auf Linksaußen gegen 1. FC Düren bärenstark, trickreich, motiviert bis unter die Haarspitzen, kaum vom Ball zu trennen.

    Der muss unbedingt dort bleiben. Auch Zeitz auf der 6 mit hervorragendem Tackling und Übersicht. Vielleicht in Punktspielen nicht mehr 90 Minuten auf dem Platz lassen. Für 60 Minuten reicht es noch auf jeden Fall. Julius Biada technisch sehr stark, seine Aktionen müssen aber noch viel mehr Lösungen haben, sonst bleibt alles "brotlose Kunst". Irgendwie ist er noch nicht richtig im Saarbrücker Spiel angekommen. U.K. musste ihm ständig taktische Anweisungen zurufen, was man bei 400 Zuschauern gut hören konnte.

    Gerade gegen die blutjungen Freiburger muss der FCS von der ersten Minute an zeigen - auch körperlich - wer im LuPa regiert.

    In der 1 Halbzeit war das so, gilt aber nicht für die 2 Halbzeit

    Ja, als bei Düren so ab der 60. Minute die Kräfte schwanden und sie selbst noch kaum Spieler vorne hatten, abgesehen davon, dass die Dürener Spieler, die in Halbzeit 2 kamen, nicht mehr die Qualität der Startelf-Spieler hatten.

    Das Spiel fand gegen Ende fast nur noch in der Spielhälfte der Dürener statt, und das sah dann schon standesgemäßer aus.

    Was mir auffiel - da in VK viel näher dran; U.K. tauscht sich während des Spiels fast gar nicht mit Bernd Heemsoth aus.

    Bei vielen anderen Clubs sehe ich immer wieder, dass die Cheftrainer während des Spiels sich angeregt bzw. aufgeregt mit ihren Assistenztrainern unterhalten bzw. absprechen.

    Ich war da und muss sagen, dass auch die Dürener im Spiel 3-4 Chancen hatten, um einen Treffer zu erzielen. Für mich Rabihic bester Mann auf dem Platz auf Linksaußen. Wenn U.K. ihn gegen Freiburg von dort wieder wegbeordert, verstehe ich die Welt nicht mehr.

    Auch Manu im MF gut mit viel Übersicht. Biada mit Licht und Schatten. Kennt irgendwie die Laufwege seiner Mitspieler noch nicht so.


    Für meinen Geschmack stand die komplette Mannschaft schon wieder zu tief. Bei guten Kontermöglichkeiten rückte die Abwehrreihe und das MF kaum nach, sondern blieben oft hinten stehen. Auf diese Weise erobert man natürlich kaum zweite Bälle.

    Ich hätte mir in einem Testspiel gegen einen Regionalligisten mal eine richtig offensive Vorgehensweise gewünscht und auch erwartet.

    Man sah, dass die Dürener, wenn sie mal hinten festgenagelt waren, regelmäßig die Kontrolle, Übersicht und Zuordnung verloren. Leider nutzte das der FCS viel zu selten aus, mangels Spieler, die vorne stehen blieben. Man zog sich - wie in der Liga - bei Ballverlust sofort zurück.

    "mnl" hat es richtig erfasst. Plötzlich ist das Testspiel gegen den 5. der RL West fast so wichtig wie ein Punktspiel.

    Hier kann - und m u s s - der Trainer sein Team so offensiv spielen lassen, wie es alle im FCS Umfeld wünschen. Da Düren keine Laufkundschaft ist, und Aufstiegsambitionen in die 3. Liga hat, kann der Trainer - und wir - erkennen, wie das hinhaut. Endet das Spiel z. B. 4:3 für den FCS, dann käme ich bei der Vorstellung, dass der FCS gegen Freiburg II genau so offensiv agiert, mächtig ins Schwitzen. Das ginge dann wahrscheinlich in die Hose.

    Ich anstelle von Koschinat würde morgen gegen den 1. FC Düren in Halbzeit 1 die volle Stammspieler-Kapelle offensiv ausrichten. In Halbzeit 2 die gleiche Ausrichtung aber überwiegend mit Spielern aus der zweiten Reihe. Und dann meine Erkenntnisse für die Liga ziehen.


    Ich kann jedem hier nur empfehlen, morgen um 14:00 Uhr im HNS in VK zu sein. Vielleicht werden wir uns die Augen reiben.

    Eigentlich ein Armutszeugnis für etablierte Traditionsvereine, die aufsteigen möchten, wenn im Spiel gegen eine Zweitvertretung der Einsatz von ein oder zwei Profis - die dazu aus unterschiedlichen Gründen nicht in Bestform sind, sonst wären sie bei der "Ersten" - dermaßen ins Kontor schlägt.


    Ich kann mich noch an Partien des FCS in VK als Regionalligist gegen Teams wie Hoffenheim II, Mainz II, Freiburg II, erinnern, in denen die BuLi-Profis bei den Zweitvertretungen nie was gerissen haben (Okpoguma, Baumgartner, Niederlechner etc.). Oft rieb ich mir verwundert die Augen, wie diese Typen in der 1. Liga kicken können.

    Ist eigentlich nicht viel passiert. Grimaldi stand in den letzten Wochen eh nur sporadisch auf dem Platz. Jetzt ist die Zeit von Cuni gekommen. Er - in vorderster Spitze - mit Sebi dahinter, das muss sich jetzt einspielen. Zusätzlich würde ich noch JG-S ins vordere Zentrum ziehen. Performt er auch dort nicht, ab auf die Bank und 2, 3 Spiele Zeit zum Nachdenken und regenerieren geben. Rabihic auf Linksaußen von Beginn an bringen, damit er endlich sein Können unter Beweis stellen kann. Und Biada Von Spiel zu Spiel mehr Einsatzzeiten geben. Die "Invaliden" nicht mehr über die volle Distanz einsetzen (Thoelke, Zellner). Bei 5 Auswechselmöglichkeiten kann der Trainer immer ein oder zwei schon vorab "geplante" Auswechslungen vornehmen.

    Dann bleiben immer noch 3 Wechselmöglichkeiten wegen Verletzung oder Schlechtleistung.

    Kann jemand das mit Grimaldi verstehen? Geht nach einem Kurzeinsatz in Essen erneut mit Leidensmiene vom Platz, um sich gestern wieder fit und einsatzfähig zu melden. Was ist da los? Entweder bin ich fit oder nicht. Er ist doch angeblich erfahren genug, um in seinen Körper zu hören. Offensichtlich zieht er aber aus dem, was er hört, die falschen Schlüsse. Den Spieler erst wieder nach der Winterpause bringen - oder?

    Unser Problem ist , neben der Taktik (nur kein Risiko eingehen, lieber alle Mann hinten Halten) ...

    So langsam komme ich wegen der Gründe dieser Spielweise ins Grübeln. Liegt es wirklich nur am Trainer, der ja offensiv aufstellt? Es stehen doch keine 11 Defensivkünstler auf dem Platz. Ich habe nämlich bemerkt, dass einige Spieler in Sprints mit den Gegnern gar nicht gut aussehen - und zwar sowohl in Vorwärts- als auch Rückwärtsbewegung. Könnte es nicht sein, dass die Spieler in Bewusstsein dieses Umstands sich nicht trauen, ständig nach vorne zu spielen, aus Angst, dass sie nach Ballverlust nicht schnell genug hinter den Ball kommen.


    Ich finde, man sollte U.K. noch die Hinrunde coachen lassen. Während dieser Zeit hat auch Ziehl genug Gelegenheit, um auf die Spielweise Einfluss zu nehmen. Hat sich danach nichts geändert, kann man immer noch reagieren. Dieses Risiko sollte man schon wagen.

    Man weiß doch von früher dass es immer einfach war den Ball in den Reihen zu halten, vorzurücken und den Gegner laufen zu lassen als umgekehrt. Das war doch immer schlimm wenn man mal hinterher rennen musste. Ich sage JA, es ist möglich von Anfang an so zu spielen. Einfach tun. Wir haben schnelle Leute mit Zelle, Kerber, Neudecker, Jänicke oder Becker usw die die Bälle abfangen können. Vorne pressen, den Ball und Gegner laufen lassen und hinten die Dinger konsequent abfangen. Das geht und können wir, haben wir in Hälfte 2 gezeigt. Und für 60-70 Minuten reicht das allemal bis wir führen. Über 90 Minuten kann das keine Mannschaft der Welt durchspielen, es gibt ja noch einen Gegner.


    Bei den 2. Mannschaften sieht man diesen Spielansatz häufiger, ich nehme an Freiburg möchte auch so auftreten.

    Bin zu 100 Pro bei dir. Nur wenn ich sehe, dass in Essen keiner der Spieler dem anderen zur Hilfe kam, wenn es eng wurde. Dass die einzelnen Mannschaftsteile ewig weit auseinander standen, dass ein Kerber mental offensichtlich gar nicht bei der Sache war und in jeden Zweikampf zu spät kam, dass die FCS-Spieler 45 Min. glaubten, das Kind in Essen rein mit spielerischen Mitteln und Fissematenten schaukeln zu können, dann muss auch mal die Mentalität der Spieler hinterfragt werden. Einige rennen 90 Minuten im Dauerlauf-Modus über den Platz, sind danach fix und fertig aber sprinten sieht man sie eher selten (wohltuende Ausnahme: Dodo Ernst).

    Und um beim Beispiel 1. FCK aus der Vorsaison zu bleiben: Ja, die standen hinten drin wie ein Bollwerk, waren aber ruckzuck und überfallartig vorne mit Klasse Besetzung der gegnerischen Box mit teilweise 5-6 Spielern. Dafür brauchts aber auch die entsprechenden Typen (Ritter, Hercher, Redondo etc.).

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Koschinat seine Elf so spielen sehen will wie gegen Essen in Halbzeit 1. Er rannte doch unentwegt von einem Ende seiner Coachingzone wild mit den Armen fuchtelnd in Richtung "nach vorne" zur anderen. D. h. für mich, dass er gar nicht wollte, dass die Mannschaft so tief steht. Ich nehme an, er möchte, dass die Mannschaft hinten kompakt steht und dann bei Ballverlust des Gegners schnell umschaltet. Irgendwie hat das Team das aber nicht drauf. Vielleicht funktioniert das, wenn endlich mal Spieler wie Scheu, Ernst und Biada und JG-S ihre Bestform erreichen. Bei aller berechtigter Kritik an Manu: ich finde, er hat in Essen gefehlt und die Partie wäre nicht verloren gegangen hätte er im MF gestanden.

    Wäre mal interessant, was dabei rauskommt, wenn die Mannschaft ab dem Anpfiff so spielt wie in der 2. Halbzeit in Essen.

    Hält sie das kräftemäßig durch? Sind die Spieler schnell genug, um wieder rechtzeitig hinter den Ball zu kommen? Lässt die Gesundheit und der körperliche Zustand der vielen älteren Spieler die Spielweise über 90 Minuten zu? Ist der Kader diesbezüglich entsprechend zusammengestellt?

    Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Man kann nicht darauf hoffen, dass Vereine wie Waldhof, WW, DD und Ing. auch immer wieder patzen.

    Adriano Grimaldi muss unbedingt in den Spielen pausieren. Inwieweit er am regulären Mannschaftstraining teilnehmen kann, müssen die Fitnesstrainer entscheiden. Grimaldi - auch wenn er sich fit fühlt - erst wieder zu Beginn der Rückrunde bringen, Dann kann er dem Team noch entscheidend helfen. Julius Biada hat mir in Essen extrem gut gefallen. Hatte zwar auch 2 unbedrängte Fehlpässe dabei, aber was will man von dem Spieler erwarten?

    Ewig nicht gespielt, keine Spielpraxis, keinen Rhythmus, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ins Spiel geworfen, als die Aktionen nur noch hektisch und mit der Brechstange waren. Unter den Voraussetzungen war sein Auftritt vielversprechend.