27. Spieltag, 1. FC Saarbrücken - SSV Jahn Regensburg 3:2 (1:1)

  • Der FCS braucht aus den restlichen 12 Spielen 22 Punkte um die Klasse zu halten.
    Wo sollen denn die Punkte herkommen, wenn nicht gegen Mannschaften wie Regensburg ??
    Wir brauchen aus den nächsten 5 Spielen 10 Punkte, alles andere ist kokolores .... :cursing:
    Regensburg (H), Chemnitz (A), Dortmund (H), Darmstadt (A), Rostock (H)

  • Dass gegen Regensburg drei Punkte her müssen, ist klar und kein Geheimnis! Allerdings müssen wir da auch genau diese 110% abrufen wie schon gegen Haching oder auch Heidenheim.. Die sind eingespielt und die müssen auch kämpfen, denn bei einer Niederlage können die auch noch mal in eine Abwärtsspirale rutschen und von daher auch nochmal ganz unten rein rutschen! Das werden drei Punkte und zwar deutlich!


    Mein Tipp: 4:1 für Blauschwarz vor 4632 Zuschauern! (Allerdings muss das Wetter auch mitspielen!)

  • Prinzipiell muß man sagen dass in jedem Spiel ein dreier Pflicht ist egal wer der Gegner ist

    Naja, wir werden jetzt mit sicherheit nicht mehr alle Spiele gewinnen, aber zumindest die Heimspiele sollten überwiegend gewonnen werden und gegen die schwächeren Mannschaften muss auch mal Auswärts gewonnen werden (Chemnitz). Allerdings sehe ich auswärts z.B. gegen Leipzig und Darmstadt sehr, sehr schlechte Karten für uns. Leipzig hat schon hier nur knapp gewonnen und sich gegen Burghausen daheim die Blöße gegeben - nochmal werden die sich nicht gegen einen vermeindlichen Absteiger blamieren wollen. Darmstadt ist ne Macht derzeit!


    Aber ja, diesen Samstag muss ein Dreier her wenn noch was gehen soll und ich rechne auch fest mit einem Sieg.

  • Wenn wir die nächsten 3 spiele nicht alle gewinnen, geht die Chance auf den Klassenerhalt sowieso fast schon gegen null.
    Auswärts müssen wir in Chemnitz und Münster gewinnen. In Darmstadt und Leipzig sollte man sich nicht allzu viel ausrechnen, aber möglich ist auch da alles.
    Gegen Erfurt haben wir traditionell auswärts immer gewonnen, zuhause immer verloren.
    Also sollte man aus gesundheitlichen Gründen darauf setzen, den Klassenerhalt möglichst nicht am letzten Spieltag sichern zu wollen ;)

  • Wenn wir die nächsten 3 Spiele positiv abschneiden, wäre ich nicht unbedingt skeptisch für das Darmstadt-Spiel. Da fahren doch min. tausend Saarbrücker nach Darmstadt. Noch mehr eingespielt und auf der Euphoriewelle schwimmend, ist auch gegen Darmstadt was drin.


    Aber was reden wir, erst mal gegen Regensburg gewinnen :!:

  • Kann diese positive Einstellung im Moment sachlich nicht nachvollziehen, wir haben einen Sieg, und ein gutes Spiel gegen den Tabellenführer, was allerdings verloren wurde. Glaube keiner Regensburg wird ein Selbstläufer. Das wird eine harte Nuss. Aber ich habe schon gesagt, bei mir steigt die Hoffnung erst wieder (leicht) an, wenn wir die nächsten 3 Spiele gewonnen haben.

    • Offizieller Beitrag

    Kann diese positive Einstellung im Moment sachlich nicht nachvollziehen, wir haben einen Sieg, und ein gutes Spiel gegen den Tabellenführer, was allerdings verloren wurde. Glaube keiner Regensburg wird ein Selbstläufer. Das wird eine harte Nuss.


    So sieht es aus. Wobei Heidenheim Mut machen kann. Jedoch muss auch in allen folgenden Spielen die Einstellung jetzt stimmen und so sein wie zuletzt. Die Tatsache, dass 4 Leute jetzt in der U23 sind und Marque weg ist sollte ein Warnschuss für die anderen Spieler sein Vollgas zu geben. Auch Kilic greift durch.

  • 1.FC Saarbrücken (20.) - SSV Jahn Regensburg (10.)




    Fakten


    Gesamt
    20 - Platz - 10
    22 - Punkte - 35
    0,85 - Punkte/Spiel - 1,35
    28:45 - Tore - 37:35
    -17 - Tordifferenz - +2
    1,08:1,73 - Tore/Spiel - 1,42:1,35


    5/7/14 - Bilanz – 9/8/9
    N,N,N,S,N - Tendenz – U,S,S,N,U



    Heim/Auswärts:
    20 - Platz - 15
    12 - Punkte - 12
    1,00 - Punkte/Spiel - 0,92
    12 - Spiele - 13
    15:17 - Tore - 17:21
    -2 - Tordifferenz - -4
    1,25:1,42 - Tore/Spiel - 1,31:1,62


    3/3/6 - Bilanz – 3/3/7
    U,N,N,N,S, - Tendenz – N,N,S,S,N



    Rückrunde:
    20 - Platz - 05
    03 - Punkte - 12
    0,43 - Punkte/Spiel - 1,71
    07 - Spiele - 07
    5:13 - Tore - 12:5
    -8 - Tordifferenz - +7
    0,71:1,86 - Tore/Spiel - 1,71:0,71


    1/0/6 - Bilanz – 3/3/1
    N,N,N,S,N - Tendenz – U,S,S,N,U



    Daten:
    Fuat Kilic - Trainer – Thomas Stratos
    Marcel Ziemer (6) - Torschütze - Abdenour Amachaibou (7)



    Vorbericht:
    Spieltag Nummer 27 steht an. Für den FCS ist es das nächste eminent wichtige Spiel um die Chancen auf das Wunder von der Saar zu steigern. Nach der Niederlage in Heidenheim beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer zwar nach wie vor "nur" sechs Punkte, dafür stehen aber zum einen nur noch zwölf Spieltage auf dem Programm und die Mannschaften ab Platz 16 liegen bereits mindestens 10 Punkte vor dem FC. Soll es aus FCS-Sicht nicht auf einen Vierkampf hinauslaufen müsste man schon darauf hoffen das eine oder zwei Mannschaften aus dem unteren Mittelfeld trotz der engen Liga einen absoluten Negativlauf bekommen. Zu allererst ist aber die Mannschaft um Trainer Fuat Kilic gefordert. Wir müssen selbst punkten und siegen, ansonsten wird man die Konkurrenz nicht unter Druck setzen können. Die letzten beiden Spiele geben dabei Anlass zur Hoffnung. Der Heimsieg gegen Unterhaching war zwar Pflicht, die Leistung aber absolut ansprechend und mit dem Sieg konnte man wieder Lunte riechen. In Heidenheim gab es nun eine 1:2-Pleite, doch auch beim Spitzenreiter wusste der FC mit seinen neuen Eigenschaften und seiner neuen Spielweise zu überzeugen. Umso ärgerlicher das man es durch eigene Fehler verpasste zumindest einen Punkt mitzunehmen. Trotz allem konnte man auch aus diesem Spiel weiteres Selbstvertrauen ziehen und nun gilt es an die Leistungen der letzten beiden Auftritte anzuknüpfen.


    Zwei Elemente dürfen dabei nie außer Acht gelassen werden. Trotz der ordentlichen Leistungen hat man nur drei Punkte geholt und des Situation des Vereins ist nicht wirklich entspannter geworden. In den nächsten Spielen müssen jetzt Siege und Punkte her um sich die Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren. Da spielt dann auch wieder der Druck eine Rolle. Diesen konnte man in den letzten beiden Spielen gut verstecken, hat mutigen Fußball gespielt und klammert sich zurecht an die "letzte" Chance und das wir eh nichts zu verlieren haben da der Abstieg im Grunde nach Osnabrück klar war. An diesen Mut gilt es anzuknüpfen, gemäß dem Falle man würde aber wieder an die Nichtabstiegsplätze klopfen würde sich das ganze sicher auch wieder ändern und der Druck spürbarer werden. Dazu kommt dass die letzten beiden Leistung in Ordnung waren aber keinen Grund zur Euphorie darstellen. Schon gar nicht innerhalb der Mannschaft. Im Gegenteil: Jedem Spieler sollte klar geworden sein dass wir nur mit maximaler Leistung und maximalen Einsatz die Chance haben die einzelnen Spiele zu gewinnen. Gehen wir wieder einen Schritt weniger in unserem Spiel, lassen wir wieder nach und kommen wieder auf die Schiene das es irgendwie auch so funktionieren wird dann werden die Ergebnisse und die Spielweise auch wieder entsprechend ausfallen. Und im Fußball geht es leider zu schnell damit wenn sich - vielleicht nur im Unterbewusstsein - eine Art von Zufriedenheit aufgrund der Leistungen einstellt.


    Ansonsten hat der neuformierte D-Block in dieser Woche relativ forsch eine Choreo für das Spiel am Samstag angekündigt und dabei unter anderem über die Medien für das erneute Comeback des D-Blockes geworben. Ich musste bei den Aussagen leicht schmunzeln, kann man doch aus den dortigen Statements schon einige Widersprüche filtern (u.a übt man wie beim ersten Comeback wieder einmal Druck auf andere Gruppierungen aus) und es stellt sich allgemein die Frage ob es nicht sinnvoll gewesen wäre erst mal dauerhafte Präsenz und Aktivität zu zeigen bevor man diesen Weg bestreitet. Denn soviel kann man sagen. Durchhaltvermögen gehörte bei den letzten Versuchen nie zur Stärke des Blockes der sich nach einer Anfangseuphorie und Choreos und Aktionen immer wieder schnell auflöste. Man wird erst einmal zeigen müssen das es diesmal ernsthafter angegangen wird als zuvor. Nur hat man aus den vorherigen Fehlern scheinbar nicht gelernt. Ist aber momentan auch nicht das entscheidende Kritirium. Wichtig wird es sein auch am Samstag wieder in den Park zu kommen, bei freundlichen Witterungsbedingungen als gegen Stuttgart oder Unterhaching würden dann vielleicht auch wieder der ein oder andere Zuschauer mehr den Weg ins Stadion finden und dann wie gegen Unterhaching auch eine gute Unterstützung zu liefern. Unabhängig von der Blockwahl, von Support-Arten und was für die Probleme da auch immer im Raum stehen. Jeder im Stadion kann seinen Anteil haben und da ist es wirklich egal wo er steht. Es gilt einfach nur zeigen dass die Fans und das Umfeld bereit sind den Weg in Richtung Klassenerhalt mitzugehen. Alles andere ist nicht von Bedeutung!



    Der Gegner: Jahn Regensburg
    Zu Gast am Samstag ist der SSV Jahn Regensburg. Der aktuelle Tabellenzehnte befindet sich mit derzeit 35 Punkte im Mittelfeld der Liga. Nach oben beträgt der Rückstand auf Relegationsplatz 3 neun Punkte, bis zum ersten Abstiegsplatz sind es sieben Punkte. Ernsthaft in Abstiegssorgen dürfte der Jahn aber nicht mehr kommen, dafür spielt man unter dem Strich doch eine zu solide Saison und wird die noch nötigen Punkte einfahren können. Auch die letzten zehn Begegnungen zeigen den diesjährigen Status der Regensburger als Mittelfeldtruppe, so gab es neben vier Siegen auch je drei Unentschieden und drei Niederlagen zu verzeichnen. Zur Jahresauftakt gab es ein Unentschieden gegen den MSV Duisburg, es folgte ein überzeugender Auswärtssieg in Chemnitz (3:0) und ein Dreier zuhause gegen die U23 des BVB (2:1). Die letzten beiden Spieltage liefen dann nicht mehr ganz wie gewünscht. Zuerst unterlag man beim letzten Auswärtsspiel in Darmstadt mit 2:1 und am letzten Wochenende reichte es zuhause gegen Hansa Rostock "nur" zu einem 1:1-Unentschieden. Der Jahn zeigte gegen Hansa aber Moral und kam spät per Elfmeter zum Ausgleich. Auswärts hat Regensburg in den letzten Wochen durchaus gute Leistungen gezeigt und konnte zwei hohe Siege in Chemnitz (3:0) und in Unterhaching (4:0) feiern. Zwei von bisher drei Auswärtssiegen stammen also aus diesem Jahr und in der Auswärtstabelle belegt der Jahn den 15.Tabellenplatz.


    Neun Begegnungen gab es bisher zwischen dem FCS und dem Jahn. Die Bilanz spricht dabei mit drei zu zwei Siegen leicht für die Gäste. Im Ludwigspark konnte der FC bisher nur einmal den SSV besiegen. Dieser Sieg stammt vom 24.März 2012, dem letzten Gastspiel der Regensburger im Ludwigpark. Damals siegten die Blauschwarz vor 4.200 Zuschauern durch einen Stiefler-Treffer mit 1:0. Im Jahr zuvor (ebenfalls im März) gab es vor 4.100 Zuschauern ein 0:0-Unentschieden. Den bisher einzigen Sieg des SSV in Saarbrücken gab es im Mai 2003 als der Jahn mit 2:1 im Park die Oberhand behielt. Beim Hinspiel in dieser Saison musste sich der FCS wie so häufig geschlagen geben. Beim ersten Spiel unter Interimstrainer Bernd Eichmann kassierte der stark ersatzgeschwächte FC eine 2:0-Niederlage in Regensburg.


    Die von ehemaligen Saarbrücker Spieler Thomas Stratos trainierten Regensburger müssen am Wochenende auf den ein oder anderen Akteur verzichten. Zwei Langzeit verletzte plagen den Jahn seit längerem: Thomas Kurz fehlt aufgrund eines Kreuzbandrisses und Marius Müller ist wegen eines Innenbandanrisses im Knie nicht mit von der Partie. Fraglich ist zudem Benedikt Schmid (muskuläre Probleme). Fabian Trettenbach ist seit letzten Sonntag wieder im Kader, hat nach einer längeren Verletzungspause aber noch Trainingsrückstand und dürfte daher wohl noch nicht für die Startelf zur Verfügung stehen. Mit Roman Dressler (Snydesmosebandanriss) und Jim-Patrick Müller (5.Gelbe) fehlen Regensburg zudem zwei Offensivspieler die bei fünf Saisontoren stehen. Einen genaueren Überblick wird der SSV sich noch in seinem Vorbericht noch bieten.

  • FCS:


    Personelle Situation:
    Der Kader hat sich in dieser Woche deutlich verkleinert. Am Dienstag gab der FCS bekannt das ab sofort Lukas Kohler, Artur Schneider, Jaron Schäfer und Maurice Deville zum Kader der U23 gehören. Trainer Kilic dünnte damit den großen 28-Mann-Kader ein wenig aus. Gerade bei Schäfer und Schneider war dies zu erwarten hätten sie wie in der Hinrunde auch doch zumeist eh bei der U23 gespielt. Tags darauf wurde dann noch Francois Marque aufgrund seiner nachgewiesenen Doping-Schuld vom Verein aus seinem Vertrag entlassen. Offiziell stehen damit nun noch 25 Spieler im Kader der Drittligamannschaft. Kevin Maek, Kim Falkenberg und Thomas Rathgeber sind dabei jedoch noch verletzt und Philipp Kreuels sowie Christian Eggert sind nach ihren langen Verletzungen zwar wieder im Training, aber noch keine Alternativen für Fuat Kilic. Kevin Maek soll in absehbarer Zeit wieder mit dem Training starten. Eine Alternative wird er aber auch dann erst in Wochen werden. Thomas Rathgeber wird in den nächsten Wochen zurückkehren und Falkenberg wird auch im März wieder im Training erwartet. Auch bei Kim wird die Aufbauphase aber entsprechend lange dauern. Somit verbleiben aktuell 20 Spieler im Kader von Fuat Kilic, auf dem Trainingsplatz finden sich 22 Akteure wieder. Ein Arbeit mit dem Leistungsorientiertes Arbeiten definitiv möglich sein sollte. Julien Humbert hatte zuletzt ja immer wieder Probleme mit Verletzungen, nun konnte er fast zwei Wochen ordentlich trainieren und wird so zumindest eine Alternative für den Kader darstellen. Zurück in den Kader werden auch Raffael Korte und Philipp Hoffmann kehren. Die beiden Mittelfeldspieler haben gegen Heidenheim ihre Gelb-Sperren abgesessen. Mit vier gelben Karten ist aktuell nur Thomas Rathgeber belastet, der Angreifer ist jedoch verletzt und sonst noch vier Spieler mit je drei gelben Karten zur Verfügung. Mit etwas Glück sollte man also in den nächsten Wochen ohne Sperren auskommen.


    20 Spieler im Kader, müssten also zwei Spieler auf der Tribüne Platz nehmen. Zumindest sofern nicht weitere Spieler nicht zur Verfügung stehen (siehe FC-Vorbericht/Pressekonferenz am Donnerstag/Freitag). Wer es da treffen könnte muss man abwarten. Zumindest einer der beiden Stürmer (Plut oder Schmidt) dürfte es wahrscheinlich treffen und vielleicht noch einen der acht Verteidiger (Judt? Stegerer?) oder doch noch mal Humbert.




    Aufstellung:
    Kilics Überlegungen gegen Heidenheim hatten sich ausgezahlt und die Umstellungen aufgrund der gesperrten Spieler haben sich gut in die leicht gewandelte Spielweise eingefügt. Trotzdem war das Fehlen von gleich zwei Flügelspielern merkbar und beim nun anstehenden Heimspiel dürfte auch wieder umgestellt werden. In Heidenheim war das 4-3-2-1 ein funktionierendes System, nur ob es auch zuhause die richtige Wahl sein würde ist strittig. Die Rückkehr zum 4-4-2 mit zwei Spitzen ist definitiv eine ernsthafte Option.


    Ernsthafte Optionen gibt es jedoch nicht im Tor. Dort ist der Status von Timo Ochs als Nummer 1 weiterhin mehr als gefestigt. Es ist schön zu sehen gewesen das Ochs in den letzten beiden Spielen nicht mehr so oft eingreifen musste, aber wenn es was zu halten gibt ist Ochs zur Stelle. Einer der Garanten wenn die Klasse noch gehalten werden sollte. Müller kann sich da trotz guter Trainingsleistungen Woche für Woche keine Hoffnungen auf Einsätze machen.


    Die komplette Defensive zeigt sich von Woche zu Woche besser eingespielt. Großen Anteil an den klaren Verbesserungen im Defensivverhalten hat natürlich auch die Innenverteidigung. Wir haben immer noch viel Luft nach oben, das muss man nicht verheimlichen. In Heidenheim haben uns unnötige Fehler die Niederlage gebracht und allgemein lässt man natürlich noch zu viele Chancen zu. Aber die Stabilität und die Ordnung haben sich deutlich verbessert und die vorläufige Besetzung für die Viererkette scheint gefunden. Es wäre auch vermessen zu erwarten, dass solch gravierende Probleme innerhalb von zwei Wochen komplett beseitigt werden können. Aber die Probleme müssen nach und nach beseitigt werden und da hilft Eingespielheit sicher mit. Auf Rechts bedeutet das erneut Martin Forkel. Der 34-Jährige hat sich mit gewohnt kampfbetonten Auftritten in die Startelf gespielt und liefert keine Argumente ihn auszutauschen. Die Leistung stimmt, der Einsatz stimmt und die Konkurrenz - auf Rechts in erster Linie Juri Judt - muss sich damit zunächst mal mit der Bank zufrieden geben. Auf der linken Abwehrseite kommt Mounir Chafter immer besser in Schwung und hat sich nach einer sehr mäßigen Leistung in Osnabrück gefangen. Gegen Haching und Heidenheim hat Mounir dann deutlich stärker gespielt, auch Offensiv Akzente gesetzt und Defensiv seinen Part erledigt. Mit mehr Spielpraxis ist da sicher auch noch Luft nach oben und die Position links hinten könnte durch ihn geschlossen werden. Die Alternative Stegerer kommt da aktuell nicht vorbei und muss sich mit der Bank abgeben. Eine ähnliche Steigerung lässt sich in der Innenverteidigung ausmachen. Florian Ballas hatte in Osnabrück einen rabenschwarzen Tag konnte sich in den letzten beiden Spielen aber rehabilitieren und hat gezeigt das er zurecht in der Startelf stehen kann. Die Leistungskurve geht klar nach oben und gerade in Heidenheim hat er ne tolle Defensivleistung an den Tag gelegt. Sein Partner Pezzoni hat zwar den dummen Fehler vor dem Elfmeter begangen, ansonsten aber auch eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. Luft nach oben hat er sicher, aber er ist ein stabiler Verteidiger und nimmt die Rolle des Abwehrchefs ein. Auch bei ihm erwarte ich noch Steigerungen. Tim Knipping muss da momentan auf seine Chance warten, er wird sie im Saisonverlauf aber sicher noch erhalten. Nur momentan stellt sich nicht die Notwendigkeit die Abwehr unnötig umzustellen sondern es empfiehlt sich wirklich auf Kontinuität und Eingespielheit zu setzen.


    Nach diesen fünf - aus meiner Sicht sehr sicheren Spieler - kommt dann die große Systemfrage ins Spiel. Bleibt man beim 4-3-2-1-System und der funktionierenden Zentrale Fischer/Zeitz/Mandt oder "opfert" man einen Akteur und geht wieder ins 4-4-2 zurück. Da es ein Heimspiel ist wird man wohl die offensivere Variante nehmen. Im zentralen Mittelfeld muss dann ein Spieler weichen. Eine Gratwanderung auf der Suche nach der richtigen Entscheidung. Fischer hat in Heidenheim ganz Stark gespielt und als Sechser extrem viel Druck von der Defensive genommen. Zeitz und Mandt haben nahtlos an die gute Leistung von Haching anknüpfen können. Mandt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dafür hat der Junge zu sehr überzeugen können und vor allem wird er mit jeder Woche fitter werden nach seiner Verletzung, es kommt Spielpraxis dazu und er ist ein absolut belebendes Element in der Zentrale. Also der Spieler der eine ganze Hinrunde gesucht wurde. Mit seinen beiden Auftritten hat er sich auf das Vertrauen des Trainers verdient. Auch Zeitz findet immer besser in Form und wusste zu überzeugen. Gegen Heidenheim musste er vom Platz da er ein Foul vor einem Platzverweis stand, aber auf den Kampf im Mittelfeld kann man nicht verzichten. Bliebe also trotz starker Leistung nur Fischer. Egal wen es am Ende treffen sollte wird es nicht um die Leistung gehen sondern rein um taktische Überlegungen und "verdient" hätte es keiner der Drei Spieler aus der Zentrale. Julien Humbert sehe ich da momentan nicht als Alternative für die Startelf, er muss sich erst mal wieder an das Trio arbeiten. Die Außenbahnen werden wohl wieder komplett umgebaut werden. Reisinger wird mit bei einer Doppelspitze wieder in den Sturm rücken und Ishihara hatte in Heidenheim leider nicht seinen besten Tag. Die gute Form von Beginn des Jahres ist leider ein wenig verflogen und daher sehe ich ihn aktuell auch nicht in der Startelf. Sowohl Korte als auch Hoffmann würden also wieder in die Startelf rücken. Beide hatten gegen Unterhaching gute Phasen, gerade Korte hat ein starkes Spiel gemacht und wurde teils zu Unrecht kritisiert. Er hat es lediglich verpasst seine Leistung zu krönen und den letzten Ball an den Mann zu bringen. Potenzial hat Korte, er muss es nur abrufen. Bleibt man im 4-3-2-1 oder 4-1-4-1 bliebe natürlich die Zentrale mit Zeitz, Fischer und Mandt bestehen. Auf den beiden Außenbahnen dürften dann Stefan Reisinger und Philipp Hoffmann zum Einsatz kommen. Einfach da Hoffmann konstanter spielt als Korte.

  • Im Angriff gibt es dann wieder wenig Diskussionsbedarf. Marcel Ziemer wird als Stoßstürmer relativ klar sein, denn auch wenn er gegen Heidenheim weniger Aktionen hatte ist er in unserem Spiel unverzichtbar und die große Arbeit beim Pressing hat Ziemer auch in Heidenheim erledigt. Gegen Unterhaching hat er dagegen gezeigt wie wertvoll er für diese Mannschaft sein kann wenn die Bälle nach vorne kommen und man mutigen Offensivfußball mit frühem Pressing spielt. Mit einem Stürmer würde die einzige echte Alternative Reisinger auf der Außenbahn spielen und bei zwei Stürmern spielt Reisinger neben Ziemer. Auch Reise kommt die neue Spielweise deutlich mehr entgegen und die Formkurve zeigt steil nach oben. Er hat aus meiner Sicht immer noch Nachholbedarf und ist bei weitem nicht an seinem Limit, aber es wird von Woche zu Woche besser und gegen Heidenheim konnte er erstmalig über 90 Minuten eine ansprechende Leistung zeigen. Dazu kommt sein erstes Pflichtspieltor für den FC. Dieses Tor sollte ihm sicher Auftrieb und Selbstvertrauen geben. Für Plut und Schmidt bleibt aktuell nur die Rolle des Jokers. Plut wurde gegen Heidenheim auch eingewechselt und dürfte momentan Stürmer Nummer 3 sein. Im Sturmzentrum konnte er auch in Heidenheim zeigen das er dort deutlich besser aufgehoben ist als auf der Außenbahn. Auch wenn er die Erwartungen noch nicht erfüllen konnte.


    Aufstellung:
    ----------------Ochs----------------
    Forkel---Ballas--Pezzoni----Chafter
    -----------Zeitz----Mandt-----------
    Korte------------------------Hoffmann
    --------Reisinger---Ziemer----------


    Bank:
    Müller, Stegerer, Judt, Knipping, Fischer, Ishihara, Plut


    Nicht im Kader:
    Humbert, Schmidt



    Ausblick:
    Die letzten beiden Spiele haben wohl relativ deutlich aufgezeigt das der FCS mit vollem Einsatz und mit voller Bereitschaft gegen jede Mannschaft in dieser Liga mithalten kann und auch gewinnen kann. Sie waren aber auch der Beweis das man wirklich alles abrufen muss um eine Chance zu haben. Lassen wir wieder nach und spielen mit weniger Bereitschaft werden wir auch keine Chance auf Siege und den Klassenerhalt haben. Man muss den eingeschlagenen Weg nun fortschreiten und mit vollem Willen weitermachen. Regensburg ist dabei ein unbequemer, ein starker Gegner der trotz nun zweier siegloser Spiele gut in Form ist und am Samstag mit einem Sieg die größten Abstiegssorgen zur Seite wischen kann. Auch wenn da vielleicht zwei gute Offensivspieler nicht mit von der Partie sind ist das eine Mannschaft die man in unserer Situation zwar vielleicht schlagen muss, die einem das Leben aber zur Hölle machen wird. Das Spiel wird ganz eng, ein großer Fight und der FC muss zeigen das wir den größeren Willen haben das Spiel zu gewinnen. Dazu gehört ein mutiger Auftritt, dazu gehört eine Spielweise und eine Körpersprache wie man sie gegen Unterhaching an den Tag gelegt hat. Wir spielen zuhause und in unserer Situation kann es da keine Ausreden mehr geben. Es muss ein Dreier für uns werden. Das werden auch die Gäste wissen und können entsprechend ihre Spielweise aufstellen, aber mit dieser Tatsache muss man leben. Natürlich wird es für uns auch extrem wichtig sein nicht zu überdrehen und die Defensive zu vernachlässigen. Kilic hat da aber in den letzten beiden Spielen einen sehr guten Mix gefunden und ich denke man darf positiv gestimmt sein das der Cheftrainer auch vor diesem Spiel die richtige Marschroute und die richtigen Worte findet. Ein Sieg ist sicher im Bereich des Möglichen wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen und dann ist auch Jahn Regensburg kein Gegner den man nicht schlagen könnte. Ein guter Gegner der uns das Leben sehr schwer machen wird, aber keine Mannschaft die nicht zu schlagen wäre. Im Hinspiel hat man das trotz der relativ klaren Niederlage vom Spielverlauf her auch gesehen.


    In Heidenheim hat es leider nicht zu Punkten gereicht, mit Regensburg, Chemnitz und Dortmund stehen nun aber drei Begegnungen auf dem Spielplan wo der FCS viel gewinnen kann. Da die Zeit uns sichtbar davonläuft müssen jetzt Punkte her und ein Heimspiel gegen eine Mannschaft aus dem Mittelfeld muss da einfach die Plattform bieten um die Aufholjagd endgültig einzuläuten. Anders als in Heidenheim belohnt sich der FC diesmal für ein starkes Spiel und feiert den zweiten Heimsieg in Serie - 2:0 für die Blauschwarzen vor 3.600 Zuschauern, darunter auch gute 80 mitgereiste Gäste aus Regensburg.

  • Warum eigentlich aus deiner Sicht Ishihara nicht in der Startelf Goali?


    Wir müssen gewinnen > OFFENSIV


    Ich denke Hoffmann hat zwar defensiv mehr Stärken, aber ich würde auf Angriff spielen und sofern wir dann vorne liegen, evtl absichern.

  • Zitat

    Ishihara hatte in Heidenheim leider nicht seinen besten Tag. Die gute Form von Beginn des Jahres ist leider ein wenig verflogen und daher sehe ich ihn aktuell auch nicht in der Startelf.


    ;)


    So stark der Japaner auch zu Beginn und gerade in Elversberg war. Ab Osnabrück hat sich der leichte Niedergang leider angekündigt und in Heidenheim hat es sich dann noch mal bestätigt. Er wirkt nicht in Form, wirkt nicht wirklich in die Mannschaft integriert und hat viele Einzelaktionen selbst wenn die Mitspieler bereit stehen. Da haben mir Hoffmann und Korte sowohl gegen Unterhaching als auch im Training einfach besser gefallen. Und ein 4-4-2 mit Mandt, Zeitz im Zentrum und Korte/Hoffmann auf den Flügeln ist durchaus ein Offensives System. Man muss ja aber - bei allem Gewinnen müssen - nicht dem Gegner voll ins offene Messer laufen.

  • Ah, OK, habe von Heidenheim nur die Zusammenfassung beim SR gesehen und mir nicht mal die kicker Noten angesehen.


    Im Übrigen bin ich aber auch wie Du der Meinung, das die Zuschauerzahl unter 4K bleiben wird, auf LUPA ist man da viel optimistischer. Es würde mich ja freuen, klar, aber übrzeugt davon bin ich nicht.

  • Aus den kommenden 3 Spielen sind 7 Punkt das Minimum, wenn man nicht vorzeitig die 3. Liga ad acta legen will. Besser noch 9 Punkte. Es gilt, den Vorschußlorbeeren Taten folgen zu lassen - hoffentlich erfährt die Mannschaft die Unterstützung, die sie zur Zeit dringend braucht. Und das Glück des Tüchtigen wäre bei uns auch gut aufgehoben.

  • In deiner Aufstellung hast du nen Klops drin. Da ist Stegerer auf links statt Chaftar (und dann nochmal auf der Bank).


    Ich denke "dank" Faasend wird die Zuschauerzahl auch unter 4000 bleiben - leider. Viele sind anders verplant oder im Kater/Vollrausch.

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